Burg Mewe / Gniew

Burg Mewe / Gniew

Aufgrund der strategisch wichtigen Lage Mewes wurde gleich darauf Dietrich von Speier als erster Komtur von Mewe eingesetzt und 1283 wurde mit dem Bau einer Burg (Kommende) in Mewe begonnen.

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Burg_Mewe_GniewDiese blieb bis 1309 der westlichste Außenposten des Ordenslandes. 1297 erfolgte die Gründung der Stadt Mewe nach Kulmer Recht durch den Landmeister des Ordens Meinhardt von Querfurt. Die neue Stadt an der Weichsel wurde von deutschen Kolonisten besiedelt und entwickelte sich rasch zu einem Umschlagsplatz für Bier, Holz und Weizen.

Mewe erhielt einen quadratischen Marktplatz und ein schachbrettartiges Straßennetz und wurde von einer Stadtmauer sowie der Ordensburg geschützt. Die gotische Stadtpfarrkirche St. Nikolai entstand gegen Anfang des 14. Jahrhunderts, zur Wende des 14. zum 15. Jahrhunderts wurde inmitten des Marktes das Rathaus erbaut.

Burg_Mewe_Gniew3Die Geschichte von Mewe war stets eng mit der Deutschordenburg verbunden. Diese wurde als wichtiger Komturssitz oft von den Hochmeistern aufgesucht. So zog sich nach seiner Abdankung als Hochmeister des Ordens 1422 Michael Küchmeister von Sternberg auf die Burg in Mewe zurück.

Nach der Schlacht bei Tannenberg wurde Mewe samt Burg 1410 von polnischen Truppen besetzt. Infolge des Ersten Thorner Friedens wurde es 1411 aber wieder an den Orden zurückgegeben. Die Auseinandersetzungen zwischen Deutschem Orden und Polen-Litauen dauerten aber weiter an.

Während des Dreizehnjährigen Kriegs wurde Hermann Stargard, der Bürgermeister von Danzig, das als Mitglied des Preußischen Bundes im Krieg mit dem Deutschen Orden stand, in der Mewer Ordensburg bis zu seinem Tod 1461 gefangen gehalten.Mewe war zwar sehr früh Mitglied des Preußischen Bundes geworden, stand aber kurz darauf wieder auf Seiten des Ordens, nachdem die Bürgerschaft die Ordensritter wieder in die Stadt gelassen hatte.

1464 endete die enge Verbundenheit der Stadt mit dem Deutschen Orden, als dieser nach sechsmonatiger Belagerung durch Polen die Burg aufgeben musste. Mit dem Friedensschluss von Thorn 1466 wurde Mewe Teil Königlich-Preußens, einer bis 1569 autonomen Provinz der Krone Polens. Anstelle eines Komturs residierte fortan bis 1772 ein Starost auf der Burg.

Da Mewe bei Kriegsende nicht auf Seiten Polens gestanden hatte, wurde in der Folgezeit die Selbstbestimmung der Bürgerschaft eingedämmt, was auch an der Tatsache erkennbar ist, dass sich die Reformation in Mewe im Gegensatz zu anderen Städten in Preußen nicht behaupten konnte. Die Generallandtage der Woiwodschaft Pommerellen, einer Untergliederung des Königlichen Preußens, pflegten in Gniew zu tagen.

Schwere Schäden fügte der Stadt der Zweite Schwedisch-Polnische Krieg zu, in dessen Verlauf es 1626 nahe der Stadt zu einer Schlacht kam, in der die polnischen Truppen unter Sigismund III. Wasa den Schweden unter Gustav II. Adolf unterlagen.

Von 1667 bis 1696 war Johann Sobieski Starost von Gniew. In seiner Regierungszeit wurde die Stadt wiederaufgebaut und er ließ auf dem Burgberg von 1670 bis 1674 ein Schlösschen (Pałac Marysienki) für seine Frau Maria Kazimiera Sobieska errichten.

Mit der Ersten Teilung Polens 1772 wurde Mewe preußisch. 1887 wurde Mewe Teil des Landkreises Dirschau. Nach Ende des Ersten Weltkriegs trat an die Stelle der deutschen Verwaltung eine polnische Bürgerwehr, die die Republik Gniew ausrief. Dieser winzige Stadtstaat bestand bis 1920, als Gniew wieder Teil Polens, erneuerte Woiwodschaft Pommerellen, wurde. Aus ungeklärter Ursache brach 1921 ein Brand in der Burg aus, der das Wahrzeichen Gniews schwer beschädigte.

gotische_Burg_Mewe_Gniew

Quelle: wikipedia, prot.gda.pl

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