Marienburg / Malbork

Marienburg / Malbork

war als bedeutendste Burganlage der Deutschordensritter von 1309 bis 1457 Sitz der Hochmeister und somit Haupthaus des Ordensstaates.

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Es handelt sich um den größten Backsteinbau Europas und eine weiträumige Burganlage, die größtenteils aus roten Lehmziegeln an der Stelle der alten Burg Trappeinen erbaut wurde.

1274, vierzig Jahre nach Beginn seiner Eroberung des Prußenlandes, begann der Deutsche Orden mit dem Bau der Marienburg. Der Nordflügel mit Kirche und Kapitelsaal des Hochschlosses wurden bis 1280 vollendet. Die Vorburg war ab 1309 in Ansätzen vorhanden.

Der Hochmeisterpalast wurde dann von 1305 bis 1393 erstellt. 1360 entstand das gotische Rathaus und um diese Zeit die Pfarrkirche, die gotischen Stadttore und die Stadtmauer. Heinrich von Plauen gelang es, die Burg nach der verlorenen Schlacht bei Tannenberg im Jahre 1410 in der Schlacht um die Marienburg erfolgreich zu verteidigen. Von 1411 bis 1448 entstanden weitere Umfassungsbauwerke, die Plauen-Bollwerke.

Der Orden hatte 1454 die Marienburg mit anderen Ordensschlössern der Gesamtheit der Ordenssöldner zur Sicherheit für ausstehende Soldzahlungen verpfändet. Eine Söldnerschar unter einem böhmischen Ritter brachte 1457 die Marienburg in ihre Gewalt und verkaufte sie umgehend an den König von Polen, der am 7. Juni einzog und von ihr Besitz ergriff. Dem Hochmeister war erst am Vortag die Flucht gelungen. Er verlegte anschließend seinen Sitz nach Königsberg.

Die Stadt Marienburg hatte im Preußischen Städtekrieg zwischen dem Orden und dem Preußische Bund auf der Seite des Ordens gestanden und wurde im September von ordenstreuen Söldnern zurückerobert. Sie hielt sich unter dem Bürgermeister Bartholomäus Blume drei Jahre gegen eine Belagerung durch polnische Truppen und preußische Bündler bis zum 6. August 1460. Nach der Eroberung der Stadt wurde Blume gehängt und sein Körper gevierteilt.

1466 trat der Ordensstaat Stadt und Burg im Zweiten Frieden von Thorn an die polnische Krone ab. Beide gehörten seitdem zum Ständestaat Preußens Königlichen Anteils. Es wurde eine Woiwodschaft Marienburg eingerichtet, zu der auch Elbing, Stuhm und Christburg gehörten. Mit der Union von Lublin 1569 wurden die bisher nur in Personalunion verbundenen Staaten Königreich Polen, Großfürstentum Litauen und Königliches Preußen zur Polnischen Rzeczpospolita, der Marienburg bis 1772 angehörte. Die preußischen Städte erhielten sich dabei viele Privilegien. Quelle: wikipedia, prot.gda.pl

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