Museum Öl-Gasindustrie

Museum der Öl- und Gasindustrie Bóbrka

die dort betriebene Erdölmine war die erste der Welt

FacebookMySpaceTwitterDiggDeliciousStumbleuponGoogle BookmarksRedditNewsvineTechnoratiLinkedinRSS FeedPinterest

Borka_karpatyDas nach Ignatz Łukasiewicz benannte Museum der der Öl- und Gasindustrie in Bóbrka  befindet sich rund 10 Kilometer südwestlich der kreisfreien Stadt Krosno.

Das Freilandmuseum gehört zur Gemeinde Chorkówka in der polnischen Woiwodschaft Karpatenvorland und befindet sich in einem ehemaligen Ölförderungsgebiet.

Die Wälder in der Nähe der Ortschaft Bóbrka waren schon im Mittelalter bekannt für ihre erdölhaltigen Böden. Schon seit Jahrhunderten wurde von den Bauern der Gegend das dort an die Oberfläche tretende Steinöl abgeschöpft und zu medizinischen Behandlungen des Viehs oder zur Schmierung von Achsen und Rädern verwendet.

Im Jahr 1854 begannen der Eigentümer dieser Wälder, Karol Klobassa-Zrenecki-Zrenecki, der Besitzer der nahegelegenen Ortschaft Polanka, Tytus Trzecieski sowie der Chemiker und Apotheker Ignatz Łukasiewicz mit dem industriellen Abbau des Rohstoffes.

Die dort betriebene Erdölmine war die erste der Welt.

1856 wurde von den drei Partnern die Firma Łukasiewicz-Trzecieski-Klobassa  gegründet. Zunächst wurde in einem dazu angelegten, 120 Meter langen Sickergraben sich sammelndes Öl abgeschöpft. Später wurden Bohrungen in bis zu 150 Meter Tiefe vorgenommen. Zwischen 1854 und 1880 entstanden rund 60 Bohreinrichtungen. Die Bohrung Małgorzata aus dem Jahr 1858 realisierte bereits eine Produktion von 4.000 Litern/Tag.

1871 übernahm Klobassa die Anteile seiner Partner und wurde so Alleineigentümer der Anlage. Łukasiewicz leitete das Unternehmen jedoch auch weiterhin. Der Tod der Beiden in den 1880er Jahren beendete die Gründungsphase der polnischen Erdölförderung- und verarbeitung. 1893 wurde die Mine von der Firma MacGarvey-Bergheim - später Galizische Karpathen-Petroleum-Aktiengesellschaft (Glinik Mariampolski) - übernommen. 1920 fiel die GKP AG an die französische Société des Petroles de Dabrowa SA (Paris/Lille) und ab 1923 war der Eigentümer das Konsortium Dąbrowa.

Borka_karpaty1Als ein erster Schritt zur Erinnerung an die Geschichte der Ölförderung in der Gegend kann die Errichtung eines Gedenkobelisken durch Ignatz Łukasiewicz im Jahr 1872 angesehen werden.

Der Plan wurde erst in den 1960er Jahren verwirklicht. Am 23. Mai 1961 wurde ein entsprechender Beschluss vom verantwortlichen Rat des Museums in Krosno gefasst. Im selben Jahr verabschiedete auch der Vorstand der Gesellschaft der Ingenieure und Techniker der Öl- und Gasindustrie  eine Resolution zur Gründung des Museums.

Ebenfalls 1961 wurde ein unterstützender Verein unter der Leitung von Henryk Górka gegründet, dem Manager von Petroleumfirmen, Bohrunternehmen, Raffinerien sowie verbundenen Institutionen aus Krosno, Sanok, Ustrzyki, Mielec, Jasłow, Piła und Gorlice  angehörten.

Borka_karpaty4Ab 1967 wurden bestehende Gebäude und Bohranlagen restauriert. In den Jahren 1977 und 1978 wurde zwecks Vergrößerung der Anlage zusätzliches Land angekauft. Im Mai 2000 konnte nach zweijähriger Bauzeit das moderne Museumsgebäude (Grosser Ausstellungspavillon) eröffnet werden.

Zu den rund 50 Aussenexponaten gehören Bohreinrichtungen aus den Anfangsjahren der Mine - so verschiedene handbetriebene Fördereinrichtungen für Sickergruppen und -schächte. Aus derselben Zeit stammen mehrere Holzhütten, die Schmieden, Reparaturwerkstätten oder Antriebseinheiten enthalten. Weitere Exponate wurden von anderen Ölförderanlagen erworben, unter anderem erste mechanische Bohr- und Fördereinrichtungen mit oberirdischen Winden. Quelle: wipikedia, borka.pl

Busverbindung nach Rzeszów - Flüge und Hotels in Rzeszów

Werbung - Hotels in Rzeszów