Nationalpark Bieszczady
Der Nationalpark Bieszczady wurde 1973 im Süden der Waldkarpaten eingerichtet. Der Nationalpark ist mit einer Fläche von über 29.000 Hektar der größte polnische Gebirgs-Nationalpark. In der teilweise menschenleeren Region haben viele seltene Tiere ihr Rückzugsgebiet. Es leben hier Wölfe, Braunbär, Eurasischer Luchs, Europäische Wildkatze, Rothirsch und Wildschwein, aber auch das 1963 wiederausgewilderte Wisent.
Insgesamt wurden 58 Säugetierarten und 144 Vogelarten nachgewiesen, darunter Uhu, Habichtskauz, Weißrückenspecht, Schwarzstorch, Wachtelkönig und Schreiadler.
Durch den Park führen ausgewiesene Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 206 km. Am Rande des Nationalparks finden sich auch Unterkünfte. Im 650 Meter hoch gelegenen Ort Ustrzyki Gorne hat die Verwaltung des Nationalparks ihren Sitz, und hier laufen einige Wanderwege zusammen.
Die wild lebende Tierwelt der Bieszczady beherbergt alle großen Tierarten Mitteleuropas wie Braunbär, Wolf, Luchs, Wildkatze, Wisent, Rothirsch, Biber und Fischotter in lebensfähigen Populationen.
Unter den Vogelarten sind allen voran Steinadler, Schreiadler und Schwarzstorch zu nennen. Bemerkenswert ist auch der Karpatenmolch (Triturus montandoni), der in allen Kleingewässern angetroffen werden kann.
Das Wisent wurde in den 1920er Jahren wieder eingebürgert und lebt in den Bieszczady-Bergen seit 1952 wieder wild.
Für den Braunbären sind die Bieszczady-Berge eines der wichtigsten Rückzugsgebiete in Polen.
Seine Population wird dort mit 50 Tieren angegeben. Die großen Säuger sind insgesamt sehr scheu und nur selten zu Gesicht zu bekommen. Allenfalls Spuren sind öfter anzutreffen oder das Heulen der Wölfe ist zu vernehmen.