Krematorium und Gaskammer

KL Auschwitz Krematorium und GaskammerKrematorium und Gaskammer
Das Krematorium I funktionierte vom 15. September 1940 bis Juli 1943. Nach deutschen Angaben konnte man in diesem Krematorium nach dessen Ausbau (3 Öfen) innerhalb von 24 Stunden 340 Leichen verbrennen.
Den größten Raum in diesem Gebäude nahm die Leichenhalle ein. Im Herbst 1941 wurde sie zur ersten provisorischen Gaskammer umgebaut. Die SS ermordete hier unter Verwendung von Zyklon B Tausende neu angekommener Juden sowie ebenfalls einige Gruppen sowjetischer Kriegsgefangener.

In der Gaskammer kamen auch Häftlinge um, die im Häftlingskrankenbau selektiert worden waren, da deren Zustand keine schnelle Rückkehr zur Arbeit versprach. Hier wurden ebenfalls Polen erschossen, die vom deutschen Standgericht zum Tode verurteilt waren.

Nachdem in Auschwitz II-Birkenau die zwei nächsten provisorischen Gaskammern - Bunker 1 und 2 - (das sog. Rote und Weiße Haus) in Betrieb genommen waren, verlegte die Lagerleitung den Massenmord an Juden dorthin und die Benutzung der ersten Gaskammer wurde nach und nach aufgegeben.

Nach dem Bau der 4 Krematorien mit Gaskammern in Auschwitz II-Birkenau wurde im Juli 1943 auch das Verbrennen der Leichen im Krematorium I aufgegeben. Das Gebäude wurde anfangs als Lager, dann als Schutzbunker für die SS genutzt. Die Öfen, der Schornstein sowie einige Wände wurden abgetragen und die Öffnungen, durch die die SS-Männer das Zyklon B einwarfen, wurden zugemauert.

Bunker Nr. 1
KL Auschwitz Krematorium und GaskammerIn der ersten Hälfte des Jahres 1942 begannen die Nazis, nachdem zahlreiche Transporte mit Juden ins KL Auschwitz gekommen waren, neben der bereits funktionierenden ersten Gaskammer zwei weitere provisorische Gaskammern zu benutzen, die sie in Häusern von aus Birkenau zwangsausgesiedelten Dorfbewohnern eingerichtet hatten.

Im Bunker Nr. 1, auch "Rotes Haus" genannt (ein unverputztes Gebäude aus roten Ziegelsteinen), wurden mit Hilfe von Gas Juden - Männer, Frauen und Kinder - sowie polnische politische Häftlinge, die von SS-Ärzten im Häftlingskrankenbau selektiert worden waren, getötet. Im Bunker befanden sich zwei provisorische Gaskammern, die von den ersten Monaten des Jahres 1942 an bis zu dem Zeitpunkt benutzt wurden, da im KL Birkenau vier neue Gebäude mit Gaskammern und Krematoriumsöfen errichtet waren. Der Bunker 1 wurde auseinandergenommen, die benachbarten Verbrennungsgräben zugeschüttet und eingeebnet.

Bunker Nr. 2
In der ersten Jahreshälfte 1942 begannen die Nazis im Zusammenhang mit dem verstärkten Eintreffen zahlreicher jüdischer Transporte - neben der bereits funktionierenden ersten Gaskammer - zwei weitere Gaskammern zu benutzen, die in Häusern untergebracht wurden, aus denen die Dorfbewohner Birkenaus ausgesiedelt worden waren.
Bunker II, auch "Weißes Haus" genannt nach dem weißen Putz auf den Außenwänden des Gebäudes. Hier wurden mit Hilfe von Gas Juden - Männer, Frauen und Kinder - sowie polnische politische Häftlinge nach Selektionen im Krankenbau ermordet. Im Bunker befanden sich vier provisorische Gaskammern unterschiedlicher Größe. Sie waren von Sommer 1942 bis zum Frühling, bzw. Frühsommer 1943 in Betrieb, als in Birkenau vier neue Gebäude mit Gaskammern und Krematoriumsöfen errichtet worden waren. Der Bunker II wurde erneut in Betrieb genommen, als die Deutschen zu Vernichtung der ungarischen Juden zusätzliche Gaskammern.

Kremat_VGaskammer und Krematorium II
Gebäude des Krematoriums II, in dem sich eine Gaskammer und Öfen zum Verbrennen der Leichen befanden. Hier wurden Hunderttausende Juden - Männer, Frauen, Kinder durch Gas ermordet und anschließend verbrannt. Verbrannt wurden hier ebenfalls die Leichen von Häftlingen, Juden und Nichtjuden, die im Konzentrationslager umgekommen waren. Nach deutschen Berechnungen konnten in diesem Krematorium im Verlaufe von 24 Stunden 1440 Leichen verbrannt werden. Nach Aussagen ehemaliger Häftlinge lag die Zahl höher.

Gegen Ende des Krieges, im November 1944, ordnete die Lagerleitung im Zuge des Verwischens der Spuren ihrer Verbrechen den Abbruch der Öfen und des Krematoriumsgebäudes an. Was nicht beseitigt werden konnte, wurde von der SS am 20. Januar 1945 in die Luft gesprengt.

Gaskammer und Krematorium III
Gebäude des Krematoriums III, in dem sich eine Gaskammer und Öfen zum Verbrennen der Leichen befanden. Hier wurden Hunderttausende Juden - Männer, Frauen, Kinder - durch Gas ermordet und anschließend verbrannt. Verbrannt wurden hier ebenfalls die Leichen von Häftlingen, Juden und Nichtjuden, die im Konzentrationslager umgekommen waren. Nach deutschen Berechnungen konnten in diesem Krematorium im Verlaufe von 24 Stunden 1440 Leichen verbrannt werden.

Nach Aussagen ehemaliger Häftlinge lag die Zahl höher. Gaskammer und Krematorium III funktionierten von Juni 1943 bis November 1944. Gegen Ende des Krieges, im November 1944, ordnete die Lagerleitung im Zuge des Verwischens der Spuren ihrer Verbrechen den Abbruch der Öfen und des Krematoriumsgebäudes an. Was nicht beseitigt werden konnte, wurde von der SS am 20. Januar 1945 in die Luft gesprengt.

Gaskammer und Krematorium IV
Gebäude des Krematoriums IV, in dem sich eine Gaskammer und Öfen zum Verbrennen der Leichen befanden. Hier wurden Tausende Juden - Männer, Frauen, Kinder - durch Gas ermordet und anschließend verbrannt.
Verbrannt wurden hier ebenfalls die Leichen von Häftlingen, Juden und Nichtjuden, die im Konzentrationslager umgekommen waren. Nach deutschen Berechnungen konnten in diesem Krematorium im Verlaufe von 24 Stunden 768 Leichen verbrannt werden. Nach Aussagen ehemaliger Häftlinge lag die tatsächliche Zahl höher.

Die Einrichtungen zur Massenvernichtung in diesem Gebäude funktionierten mit Unterbrechungen von März 1943 bis zum 7. Oktober 1944. Das Gebäude ging am Tag des Aufstandes der jüdischen Häftlinge des Sonderkommandos in Flammen auf.

Gaskammer und Krematorium V
Gebäude des Krematoriums V, in dem sich eine Gaskammer und Öfen zum Verbrennen der Leichen befanden. Hier wurden Hunderttausende Juden - Männer, Frauen, Kinder - durch Gas ermordet und anschließend verbrannt. Verbrannt wurden hier ebenfalls die Leichen von Häftlingen, Juden und Nichtjuden, die im Konzentrationslager umgekommen waren. Nach deutschen Berechnungen konnten in diesem Krematorium im Verlaufe von 24 Stunden 768 Leichen verbrannt werden. Nach Aussagen ehemaliger Häftlinge lag die tatsächliche Zahl höher.
Zeitweise wurden die Leichen der Ermordeten in ausgehobenen Gräben verbrannt, die sich u.a. am Krematorium V sowie bei den sog. Bunkern befanden.

Die Einrichtungen zur Massenvernichtung funktionierten in diesem Gebäude von April 1943 bis Januar 1945. Im Zuge des Verwischens der Spuren ihrer Verbrechen sprengte die SS das Gebäude am 26. Januar 1945 in die Luft.

stopka

 

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