Kloster Lond / Ląd

Kloster Lond / Ląd

Ein genaues Datum der Stiftung, wie auch der Rekonstruierung der ersten Zeit dieser Abtei ist heute schwer festzustellen. Für die Ansiedlung wird das Jahr 1175 oder 1186-95 angenommen.

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Kloster_Lond_Lad1Auf Grund der Stiftungsurkunde des Herzogs Mieszko des Alten siedelten sich die Zisterzienser aus Łekno in dem kleinen Ort Lad an.

Im Jahre 1192 wurde die Abtei wahrscheinlich aus ökonomischen Gründen liquidiert. Nach Einschreiten des Herzogs beim Gemeralkapitel kamen die Mönche zurück und begannen um die Jahrhundertwende, mit dem Bau der heute nicht mehr bestehenden romanischen Kirche. Der Landbesitz des Klosters war in zwei Güterkomplexe geteilt; ein Teil lag in Großpolen, der andere in Pommern. Dazu gehörten auch Seen und Wälder.

Eine große Einnahmequelle war der Zehnte. Gewinne ergaben sich auch aus dem Mühlenbetrieb, Fleischbänken und aus Wirtshäusern. Sie besaßen auch zahlreiche ökonomische und Gerichts-Immunitäten und Regalien.

Kloster_Lond_Lad2Auch das Patronat der Kirchen in Lad, Grodzisczew und Zakrzów in Pommern - sowie die St.Peter und St. Andreas Kapellen - und ab 1473 auch die Kirche in Zagórów gehörten dem Kloster.
Um 1273 wurden die Reliquien der hl. Usrula und ihrer Gefährtinnen in die Abtei überführt.

Diese wurden von Kanonikus Andreas aus Gnesen nach Polen gebracht.
Im XIII Jahrhundert spielte die Abtei eine große Rolle im politischen und kulturellen Leben Großpolens. Ihre Äbte nahmen an vielen wichtigen Ereignissen des Zisterzienserordens in Polen teil.
Im Jahre 1331 verwüsteten die Kreuzritter das Kloster und alle in der Nähe liegenden Güter.

In der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts waren die Mönche in den sogenannten Poloni-sierungskonflikt verwickelt. Der letzte deutsche Abt Henryk Butgen wurde beschuldigt der Reformation wohlgeneigt zu sein. An seine Stelle wurde Jan Wysocki (1551-1566) gewählt. Er wurde Kommende-Abt und zwar der erste polnische Abt in Ład. In seiner Amzszeit erholte sich das Kloster von der Krise der fünfziger Jahre.

Es entstand ein neues Noviziat und ein neuer Herrensitz des Abtes.
Abt Jan Zapolski (1644-1697) begann den Bau einer neuen Kirche. Sein Bemühen galt besonders der Ausbildung Jugendlicher des niederen Adels.
Ihre größte Blütezeit erlebte die Abtei während der Amtszeit des Abtes Antoni Łukomski (1697-1750) .

Zu seinen Verdiensten gehört der Bau des Westteils der Kirche und ihre Ausstattung, sowie ein neues Gebäude für das Noviziat. Es erfolgten auch Wiederaufbau und Renovierungen der Kirchen in einigen Gütern des Klosters.

Nach dem Brand der hölzernen Kirche in Lad, wurde die nächste schon in Mauerwerk ausgeführt. Im Jahre 1777 wurden die Klostergüter aufgeteilt und die Kommende eingeführt.

Die Abtei fiel 1793 unter preussiche Regierung - und 1819, nach dem Übergang unter russische Herrschaft, kam es zur Kassation, welche von Erzbischof Malczewski durchgeführt wurde.

Kloster_Lond_Lad3Danach bekamen die älteren Mönche eine Pension und durften bis 1848 im Kloster verbleiben. Die Gebäude verfielen und wurden bis zum Jahre 1901 zur Ruine.
Auch im ersten Weltkrieg hatten Kirche und Klostergebäude sehr gellitten. Im Jahre 1921 e wurden hier Salesianer angesiedelt und errichteten ein niederes Priesterseminar.

Von 1939-1941 wurden die Klostergebäude von der Nazi-Regierung e zu einem Lager für inhaftierte Priester umfunktioniert. Die Zahl der Häftlinge betrug 152. Sie kamen aus den Diözesen Włoclawek, Poznań und Gnieżno.

Nach dem zweiten Weltkrieg dienten die ehmaligen Zisteruienserobjekte der Seelsorge und einem neuen, niederen Priesterseminar. Im Jahre 1952 eröffneten hier die Salesianer ein höheres Priesterseminar.


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Quelle: szlakcysterski.org

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