Kloster Owińska

Kloster Owińska

Das Kloster Owinska bei Posen wurde i.J. 1250 vom Posener Herzog Przemysław I und seinem Bruder Bolesław dem Frommen gestiftet.

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Kloster_Owinska2Es wird angenommen, dass die Stiftungsurkunde schon um die Jahreswende 1241/42 ausgestellt wurde, was aus anderen, dokumentarisch belegten Quellen hervorgeht, dass das Generalkapitel sich mit der Stiftung beschäftigte und sein Einvernehmen zur Bitte Bolesławs um Entsendung Zisterzienser-Nonnen für die neue Abtei kundgab.

Die Ausstattung des Klosters umfaßte einen Teil von Owinska und vier Dörfer. Das Kloster lag am Handelsweg von Posen nach Norden und bekam das Recht, Zölle zu erheben, das Fischereirecht in der Warta und durfte in seinen Dörfern auf deutschem Recht lokalisieren.
Im Zusammenhang des letzteren erhielt das Kloster auch wirtschaftliche und gerichtliche Immunität über seine Untertanen.

Kloster_Owinska3Die Bauarbeiten an der Kirche und den Klostergebäuden dauerten sieben Jahre, davon Beginn an Ziegelsteine verwendet wurden.

Der Konvent bestand aus (wahrscheinlich) zwölf Schwestern und der Äbtissin und kam aus Trebnitz. Sie übernahmen die neue Stiftung im Oktober 1249 und begannen ihr Ordensleben nach der Regel des hl. Benedikt und den Zisterzienserstatuten. Formell gehörten sie noch nicht zu den Zisterziensern. Die hl. Hedwig war die erste Äbtissin in Owinsk

Die mittelalterliche Geschichte des Klosters ist näher nicht bekannt, da keine dokumentarisch belegten Angaben vorliegen. Beim Kloster wohnten auch Zisterziensermönche, zu deren Pflichten der Dienst an Kloster und Pfarrgemeinde gehörte.

Die Abtei hatte das Recht, den Pfarrer der Nachbargemeinde in Chludow zu nominieren, aber auch die Pflicht, sich um die Bedürfnissen der dortigen Kirche zu kümmern.

Aus bestehenden Urkunden ist zu ersehen, dass der Konvent im XVI J.h. eine Krise der Ordensdisziplin erlebte und dass er in die 1580 entstandene, polnische Zisterzienser-kongregation eingegliedert wurde. In den nachfolgenden Jahren wuchs das geistige Niveau des Konvents.

Die erhaltenen Meditationen der Nonnen und reich gestickte liturgische Gewänder legen davon Zeugnis ab. Das Kloster unterhielt auch eine Wirtschaftsschule für Mädchen aus Adels- und Bürgerfamilien.

Das Ergebnis polen- und kirchenfeindlicher Aktivitäten der preußischen Regierung war die Liquidation des Klosters.

Die Klostergüter wurden konfisziert und i.J. 1797 Sigismund Otto von Treskow überwiesen. Die letztendliche Kassation des Konvents erfolgte i.J.1835

Im Jahre 1838 wurde in den verlassenen Gebäuden des Klosters das erste in Großpolen pschiatrische Krankenhaus eröffnet.

Nach dem zweiten Weltkrieg befand sich in den früheren Klostergebäuden eine Erziehungsanstalt. Seit 1952 befindet sich dort ein Schul- und Erziehungszentrum für blinde Kinder.

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Quelle: szlakcysterski.org

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