Kloster Obra

Kloster Obra

Die Stiftung des Klosters dauerte von 1231-1237/38) Der Stifter war der Gnesener Kantor Sędziwoj aus dem Geschlecht Jemenczyker. Er spendete 1231 für diesen Zweck einen Teil seiner Güter. Die neue Niedelassung besetzten, wahrscheinlich im Jahre 1240, Mönche aus Łekno.

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Kloster_Obra2Die zur Erstausstattung gehörenden Dörfer Sędziwojas lagen in der Nähe von Obra. Die nächsten Schenkungen erfolgten erst im Jahre 1245. Damit begann ein langsames Anwachsen der Landgüter. Bis zum Ende des XIV Jh. besaß das Kloster Land, Mühlen und Seen in etwa 30 Dörfern.

Die Mönche besaßen das Fischfangrecht auf den Flüssen Obra und Dojca, Einnahmen aus der Wirtschaft in Glogau, zahlreiche ökonomische und gerichtliche Immunitäten und Regalien. Die Bewirtschaftung der Klostergüter stand vor allem auf Bodenbewirtschaftung und Viehzucht. Mühlen und Bienenzucht spielten ebenfalls eine große Rolle.

Kloster_Obra1In der zweiten Hälfte des XIII. Jh. wurde die Verehrung der hl. Ursula und ihrer Gefährtinnen (verbunden mit Köln), sowie des hl. Gereon eingeführt. Die "alten" Reliquien des Letzteren befanden sich im Jahre 1596 neben den Reliquien der fünf Martyrerbrüder im Altar der hl, Elisabeth.
Im Kloster Obra wurden anfänglich nur Mönche deutscher Herkunft, vorzüglich aus Köln, angenommen.

Dann begann eine Zeit der Polonisierung. Der erste Abt polnischer Herkunft war Jan Byłędzki, der 1551 in dieses Amt berufen wurde.

In der ersten Zeit seiner Amtsführung befand sich das Kloster in einer schwierigen Situation. Ausser dem Chor der Kirche waren das Dormitorium und die restlichen Klostergebäude zerstört. Edmund a Cruce exkommunizierte den Abt, welcher der Häresie verdächtigt wurde.

Im Kloster verrichtete man fast keine Andachten. Jan Byłędzki begann nach anfänglichem Aufbegehren, dann aber in Übereinstimmung mit vorherigen Anweisungen, die neue Kirche zu bauen. Er schrieb sich dadurch ruhmreich und nach Ordenstradition ind die Geschichte der Abtei ein.
Die Aufteilung des Besitzes zwischen Kloster, Abt und Konvent wurde am 17.September 1620 unter Abt Andrzej Chlewski vollzogen.
Eine schwere Zeit für das Kloster war im Jahr 1655 das Einfallen der Schweden. Sie raubten das Kloster und die Klosterdörfer aus. Zu weiteren Verwüstungen kam es in den Klostergütern durch die im Jahre 1655 ausgebrochene Pest, welche ganze Dörfer vollig entvölkerte. Auch die nordischen Kriege brachten viel Unheil mit sich. Abtei und Klostergüter wurden jeglichen Inventars beraubt und die Feldfrüchte vernichtet. Das Kloster mußte außerdem noch hohe Kontributionen zahlen. Die nächste Pest kostete in Kloster und Dörfern über 300 Menschen das Leben. Im Jahre 1781 wurde im Kloster die Komende eingeführt.

Kloster_Obra3Am 31.Dezember 1835 kam es zur Kassation des Klosters. Derzeitig lebten dort nur noch vier Mönche. Schon einen Monat später wurden die Mönche offiziell enteignet. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche. Der erste Pfarrer war der Profess des ehemaligen Klosters Bledzew Franciszek Władysław Lewandowski. Vorerst wurde das Kloster zu einem Heim für emeritierte Priester, welches jedoch 1852 aus finnaziellen Gründen, sowie einer ausgebrochenen Cholera-Epidemie geschlossen wurde. Im November des gleichen Jahres wurde es den Jesuiten, die in den von der Epidemie befallenen Dörfer missionierten, als Winterquartier zugesprochen

Der Umbau des Klosters erfolgte 1920. Die ehemaligen Zisterzienserobjekte wurden 1926 vom Missionsorden der Oblaten übernommen.1940 wurden die Oblaten in ein Konzentrationslager gebracht und die Kirche geschlossen. Im Frühjahr 1945 kehrten die Oblaten nach Obra zurück und sind dort bis zum heuitigen Tag tätig. In den Klostergebäuden befindet sich ein höheres Priesterseminar, das Museum der Oblatenmissionare und der ehemalige Zisterzienserschatz. In den Jahren 1981-1990 erfolgte eine Erweiterung des Seminariums. Die Krypta der Kirche wurde für Besucher freigegeben.
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Quelle: szlakcysterski.org

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